Krampfader

Krampfadern

Krampfaderdiagnose und Therapie

In der Praxis in Nürnberg, bieten wir neben der Diagnostik auch verschiedene Therapiemethoden zur Behandlung von Krampfadern an.

  • Diagnostik mittels Farbduplexsonographie und Funktionsmessung
    Sklerotherapie inklusive Schaumsklerosierung
  • Operative Therapie: klassische Stripping Operation, Radiowellenoperation inkl. Minihäckchenmethode, demnächst Venenkleber
  • Konservative Therapie:

Operationsmöglichkeiten

1. Crossektomie und Stripping

In der Leiste liegt das obere Ende der großen Rosenvene. Dort mündet sie mit mehreren kleineren Venen sternförmig in das tiefe Venensystem ein (Venenstern). Bei der sogenannten Crossektomie = Entfernung des Venensterns, werden all diese Venen an der Einmündungsstelle freigelegt und unterbunden.

Der Eingriff wird oft kombiniert mit dem „Stripping“ = Ziehen der großen Rosenvene und dient dazu, neue Krampfadern aus der Leistenregion zu verhindern oder Krampfadern, die hier entspringen vollständig zu entfernen. Die Crossektomie wird seit gut 40 Jahren durchgeführt, ist in der Hand des Venenchirurgen und Gefäßchirurgen ein sicherer Routineeingriff. Meist wird er in Vollnarkose durchgeführt, der schräge, ca. 4 cm lange Hautschnitt in der Leiste verheilt sehr schön. Die Narben sind nach einem Jahr kaum und nach mehreren Jahren oft gar nicht mehr sichtbar.

Bei ausgeprägter Krampfaderbildung im Bereich der Rosenvenen oder auch Stammvenen wird alternativ zur Radiowellen, Laser und anderen Kathetermethoden immer noch das klassische OP-Verfahren mit kompletten Herausziehen = „Stripping nach Babcock“ der kranken Vene angewendet. Das Verfahren ist vom Prinzip her 100 Jahre alt, wurde immer weiter verfeinert und hat, umsichtig durchgeführt, vom erfahren Venenchirurgen und Gefäßchirurgen sehr gute OP Ergebnisse aufzuweisen. Das beweisen die Ergebnisdaten über die erzielbaren Langzeiterfolge.

Beim „Stripping“ wird die Rosenvene am oberen und unteren Ende per Hautschnitt freigelegt, mit einer Zugsonde aufgefädelt und im Ganzen unter der Haut herausgezogen. Es entstehen Blutergüsse am Beim im Durchzugbereich, die nach spätestens 3 Wochen vollständig verschwunden sind. Die häusliche Schonung bzw. Arbeitsunfähigkeit nach der OP beträgt im Durchschnitt 2 Wochen, normal belasten, laufen, Treppensteigen etc. kann man schon ab dem OP-Tag. Daher ist die Operation sehr gut auch ambulant durchführbar. Die Operation sollte vorzugsweise in Narkose erfolgen. Das optische Ergebnis ist nach Abheilung sehr gut, da die Hautschnitte klein sind bzw. in die Hautfältchen gelegt werden, sodass sie sehr schön werden und später kaum noch erkennbar sind.


2. Radiowelle und andere Kathetermethoden wie z.B. Laser

Dabei wird die erkrankte Stammvene nicht wie beim Stripping (s.o.) herausgezogen sondern von innen her verklebt. Es wird die Stammvene im Knöchel- (oder Knie-) Bereich punktiert, der dünne Katheter in die Vene eingefädelt bis die Katheterspitze am oberen Ende der Vene liegt. Dann wird bei der Radiowellen-OP die Katheterspirtze auf einer Länge von 7cm auf 120°C erhitzt und abschnittsweise durch die Vene durchgezogen. Beim Lasern wird der Laserstrahl aktiviert und der Laserkatheter kontinuierlich durch die Vene gezogen. Der erfolgreiche Verschluss wird mit Ultraschall kontrolliert, dann wird der Katheter wieder entfernt.

Hautschnitte sind nicht nötig.

Der Eingriff kann in Maskennarkose oder alleiniger Lokalanästhesie durchgeführt werden. Laut Statistik bleiben die verschlossenen Venen in 92-95% der Fälle dauerhaft zu und werden vom Körper innerhalb eines halben Jahres in meist zartes Bindegewebe umgebaut. Zu 5-8% der Fälle öffnet sich die Vene nach der OP wieder innerhalb der ersten 6 Monate. Solche Venen müssen oft nochmals operiert werden, meistens nicht sofort sondern erst Jahre später.

Die optischen Ergebnisse sind sehr gut. Da keine Blutergüsse wie beim Stripping entstehen, können die Patient*innen im Durchschnitt schon nach 5 Tagen wieder arbeiten, bzw. in ihren üblichen Alltag zurückkehren.

Diese OP-Methode gibt es seit über 10 Jahren, ist sehr gut überprüft und sicher. Sie eignet sich vor allem für Patient*innen mit Lymphödemen und Patient*innen, die Marcumar oder andere Blutverdünnungsmedikamenten einnehmen. Natürlich kommen sie auch für alle anderen Patient*innen in Betracht, nur in wenigen Fällen ist diese Methode nicht geeignet. In ersten Langzeitstudien zeigte sich die Radiowellen und Laser-OP als etwas besser als die Stripping-OP.


3. Häckchenmethode

Mit feinen Häcken (nach Vardy) werden oberflächlich liegende sogenannte Seitenastvarizen und Perforansvarizen angehoben und anschließend vorsichtig herausgedreht bzw. unterbunden. Der Hautstich ist gerade groß genug, dass die Varize hindurch passt, also ca. 2mm klein. Der winzige Stich wird mit Pflasterstreifen zugeklebt. Das optische Ergebnis ist perfekt. Nachbehandlung ca. 5 Tage Kompressionsstrumpf. OP in Lokalanästhesie möglich. Diese Methode wird oft mit anderen kombiniert.


4. demnächst: Venenkleber

Kathetermethode, die erst 2 Jahre „jung“ ist. Dabei wird über einen Venenkatheter in die kranke Vene der chirurgische Gewebekleber Histoacryl punktförmig eingebracht. Der Vorgang erfolgt unter Ultraschall-Sichtkontrolle. Die OP kommt ohne Narkose aus, man benötigt nur wenig örtliches Betäubungsmittel um die Venenpunktionsstelle, wo der Katheter eingebracht wird.

Da das Verfahren sehr neu ist, gibt es natürlich noch keine Erkenntnisse zum Langzeiterfolg, die ersten Daten sind aber sehr vielversprechend.

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